Die PraxisKassenleistungenprivate LeistungenKontaktAktuelles


Praxisinformationen
Vernissage
Organisation
Neues vom Fach
Literatur
Interessantes aus Wissenschaft und Philosophie



1. Bisphosphonate nach künstlichem Gelenkersatz
2. Wirksamkeit von Denosumab (Prolia°) gewürdigt
3. Bedeutung von Vitamin D
Neues vom Fach

1. Neue Studien belegen einen Zusatznutzen der Osteoporose-Therapie mittels Bisphosphonaten.
Patienten mit Bisphosphonattherapie wegen Osteoporose brauchen weniger Revisionseingriffe nach künstlichem Gelenkersatz. So zeigte die Studie (1) fast 60% weniger Revisionseingriffe wegen Prothesenlockerung als in der Kontrollgruppe bei regelmäßiger Einnahme.
(1) Prieto-Alhambra D et al. Arthritis Rheumatism 2014

2. Die sehr gute Wirksamkeit und Verträglichkeit des Osteoporosemedikamentes Denosumab (Prolia°) ist durch ein AAA-Ranking und die Aufnahme als First-line-Medikament in der aktualisierten Osteoporose-Leitlinie 2014 gewürdigt worden. Die Langzeitdaten (Freedom- und der Freedom Extension -Studie (2,5) beweisen eine, der "Standardtherapie" mit Bisphosphonaten überlegene, kontinuierliche Zunahme der Knochendichte (21,6% kumuliert über 10 Jahre gegenüber dem Ausgangswert)  und Abnahme des Frakturrisiko sowohl für Wirbelkörper als auch den Schenkelhals.  Außerdem gelingt es mit diesem Medikament, altersbedingten Knochenverlust am Radius rückgängig zu machen (3). Denosumab zeichnet sich außerdem in der Praxis durch eine besonders gute Patientenverträglichkeit aus, die zum einen aus der halbjährlichen subkutanen Injektion, einer daraus abgeleiteten guten Therapietreue der Patienten und zum anderen aus der guten wirksamkeit resultiert. Darüber hinaus hat Denosuamb in klinischen Studien seine sehr gute Wirksamkeit bei Frauen mit einer Hormonablation bei Mammakarzinom demonstriert (Hadji; ABCSG 18 Studie (5)).
(2) Ferrari S; Libanati C et al. Osteology 1 (2015)
(3) Fahrleitner-Pammer A; Bilezikian J.P. et al Osteology 1 (2015)
(5) Hadji P et al; Osteoporos Int 2015; 26: 2479-2489

3. Ein normaler Vitamin D Spiegel verhindert bei älteren Patienten Stürze, Knochenbrüche, Kraftverlust, Mobilitäts- und Gleichgewichtsstörungen. Bei Patienten mit niedrigem Vitamin D Spiegel wurden vermehrt Brust- und Darmkrebs, Bluthochdruck, Diabets mell. Typ2, Multiple Sklerose sowie Arthritis und Atemwegsinfekte beobachtet. Auch für die kardiovaskuläre Gesundheit ist ein normaler Vitamin D Spiegel von Bedeutung, wie epidemiologische Studien belegen konnten. Ein optimaler Vitamin D Spiegel  liegt bei 40-60µg/l  des 25-OH-Vit.D3 vor. Kinder und Jugendliche sollten 400-1000 IE, Erwachsene 1000-2000 IE, Schwangere und Stillende 1500-2000 IE bei vorliegendem Risiko einer Mangelversorgung an Vitamin D einnehmen. Bei nachgewiesenem Mangel (<20µg/l i.S.) sollten 2000-6000 IE täglich oder 50.000IE einmal wöchentlich bis zur Normalisierung gegeben werden (4).
(4) Holick; m.F. et al Evaluation, Treatment and Prevention of Vitamin D Deficiency: J Clin Endocrin Metab. july (2011) 96 (7)

Home | Impressum